…sind die Ergüsse eines ambivalenten Geistes, der die Schönheit der Welt sieht – im Kleinen, wie im Großen.
Eines Geistes, der Schönheit im vermeintlich Hässlichen findet, im Verborgenen, im Dunklen.

Eines Geistes, der träumt

Bist du traurig, mein Freund?
So weine doch nicht.
Bedenke: die Schatten bergen auch Licht.

Ich weine doch nicht,
ich bedauere schlicht,
dass in dieser Welt niemand mehr träumt.

Sieh sie dir an, all die traumlosen Geister!
In ihrem Fach halten sie sich für Meister.
Das Wichtigste haben sie jedoch längst verlernt,
sie wissen nicht mehr, wie man Träumen nachschwärmt.

Sie wissen so vieles und kennen doch nichts.
Sie alle sind Opfer des gleissendes Lichts.
Das nicht nur Schatten und Trauer verbirgt,
sondern auch das Leben der Träume verwirkt.

Begleitet mich im Labyrinth meiner Gedanken, seid an meiner Seite, wenn ich mit dem Dunkel ringe und tanzt mit mir den Seelentanz.

©Scirleah